Rutherford, Ernest

englischer Physiker (1871 Nelson, Neuseeland -1937)

Rutherford war der führende Kernphysiker seiner Zeit. Er erkannte 1902, zusammen mit F. Soddy, dass die Radioaktivität eine spontane Elementumwandlung ist, entgegen der herrschenden Annahme, dass Atome unteilbar seien. 1911 entwickelte er das Rutherford'sche Atommodell, Elektronen umkreisen einen positiv geladenen Atomkern. Er leitete es aus der Streuung von a-Teilchen ab, die beim Beschuss von Metallfolien erfolgt. 1911 gelang ihm die erste künstliche Kernumwandlung. Rutherford erhielt 1908 den Nobelpreis für Physik, seit 1925 war er Präsident der Royal Society.