Ostwald, Wilhelm

baltischer Chemiker und Physiker (1853-1932)

Ostwald war Mitbegründer der physikalischen Chemie und er gründete auch 1887 die Zeitschrift für physikalische Chemie. Für seine Arbeiten über die Katalyse (er gab als erster die noch heute gültige Definition des Katalysators) erhielt er1909 den Nobelpreis für Chemie. Andere Forschungsbereiche waren Ionenlehre, Elektochemie und chemische Gleichgewichte. Unter seinem Namen bekannt sind das Ostwald'sche Verdünnungsgesetz, die Ostwald'sche Stufenregel und das Ostwaldverfahren der HNO3-Synthese aus NH3. Seine 1916 veröffentlichte Farbenfibel beeinflusste die Maler der russischen Avantgarde. Auch auf den Gebieten Naturphilosophie und Geschichte der Chemie war er literarisch tätig.